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Altkatholikin
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Gebet von Teresa v. Avila
"Herr meiner Seele! Als Du noch in dieser
Welt wandeltest, hast Du den Frauen immer Deine besondere Zuneigung bewiesen.
Fandest Du doch in ihnen nicht weniger Liebe und mehr Glauben als bei
den Männern.
Die Welt irrt, wenn sie von uns verlangt, daß wir nicht öffentlich
für Dich wirken dürfen, noch Wahrheiten aussprechen, um derentwillen
wir im Geheimen weinen, und daß Du, Herr, unsere gerechten Bitten
nicht erhören würdest. Ich glaube das nicht, Herr, denn ich
kenne Deine Güte und Gerechtigkeit, der Du kein Richter bist wie
die Richter dieser Welt, die Kinder Adams; kurz, nichts als Männer,
die meinen, jede gute Fähigkeit bei einer Frau verdächtigen
zu müssen. Aber es wird die Zeit kommen, da man starke und zu allem
Guten begabte Geister nicht mehr zurückstößt, nur weil
es Frauen sind."
(Kirchenlehrerin Teresa von Avila, 1515 bis 1582)
Bischof 7 mal 7
Nachwort aus "Ein Mandala voll Gottvertrauen"
Warum ich mich als Bischof berechtigt und verpflichtet sehe, berufene
Frauen (genauso wie berufene Männer) zu Priestern zu weihen:
- weil mich die Synode aus bibeltheologischen Gründen, aus Gründen
der Tradition, des Glaubenssinnes des Volkes und aus Gründen der
Vernunft mit 84,1% Zustimmung dazu ermächtigt hat;
- weil Christus Mensch wurde, nicht Mann, nicht Frau, und den Schoß
einer Frau und Mutter nicht verschmähte;
weil durch die Taufe alle am königlichen, prophetischen und priesterlichen
Amt Christi teilhaben;
- weil in der Bibel nur Christus "Priester" genannt wird und
sich das dreigeteilte Amt erst ab dem 2./3. Jahrhundert entwickelt hat;
- weil es das Sakrament der Priesterweihe erst sehr spät gibt (ab
dem 5. Jahrhundert) und die Lehre vom "unauslöschlichen Merkmal",
das bei einer Weihe übertragen wird, erst endgültig seit dem
Trienter Konzil (16. Jahrhundert);
- weil der 12-Männer-Kreis symbolische Bedeutung hat (12 Stämme
- 12 Apostel!) und das Argument "Jesus wählte keine Frau"
nicht gelten kann; er wählte auch keinen Nicht-Juden;
- weil die Frau nach der Schöpfungs- und Erlösungsordnung
Christus und die in Christus versammelte Gemeinde genauso repräsentieren
kann wie ein Mann;
- weil die höchste Christus-Repräsentation in der frühen
Kirche von Frauen und Männern im Martyrium geschah und Märtyrer
einen höheren Rang einnahmen als z. B. Bischöfe;
- weil es biblisch und theologisch kein wirkliches Gegenargument gibt;
- weil Frauen in der Bibel als Apostolinnen, Prophetinnen, Missionarinnen
und Lehrerinnen gewirkt haben und Hausgemeinden vorstanden;
- weil der auferstandene Christus selbst Maria von Magdala als erste
Zeugin der.Auferstehung zu den Aposteln sendet;
- weil Jesus mit der samaritanischen Frau am Jakobsbrunnen ein theologisches
- und das erste biblisch bezeugte ökumenische - Gespräch führt;
- weil Frauen in der Bibel Maria von Magdala, Johanna und Susanna u.
a. Jesus mit ihrem Besitz dienten;
- weil die Wirklichkeit Gottes sowohl den "männlichen"
Logos- als auch den "weiblichen" Sophia-Gedanken umfaßt;
- weil Gott universal ist und zu unterschiedlichen Zeiten und an unterschiedlichen
Orten nicht unterschiedlich berufen kann;
- weil der Grund der "kultischen Unreinheit" nach der Botschaft
Jesu überholt ist, da alles, was Gott geschaffen hat, gut ist und
geheiligt wird durch die Annahme unter Dank und Gebet (1 Tim 4,1-4);
- weil durch die Taufe grundsätzlich nationale, gesellschaftliche
und geschlechtliche Unterschiede aufgehoben sind (Gal 3,28);
- weil man nicht ein Sakrament gegen ein anderes stellen kann, sonst
müßte man Frauen, "wenn sie weiheunfähig sind",
auch als taufunfähig bezeichnen;
- weil kein ökumenisches Konzil noch irgend ein gesamtkirchlich
verbindlicher Text die Frauenweihe mit dogmatischen Gründen ausschließt;
- weil die Kirche dem Wandel der Zeit unterworfen ist durch das Wirken
der Geist-Wirklichkeit Gottes, die heute genauso am Werk ist wie zu
Beginn der Kirche und weht wann, wo und wie sie will;
- weil es um das Heil des ganzen Menschen geht und all unser Kirche-Sein
immer offen bleiben muß für die größere Wirklichkeit
des umfassenden Heiles des Kommens des Reiches Gottes;
- weil Frauen damals eine andere gesellschaftliche Stellung und Geltung
hatten als heute;
- weil die Sündenfallgeschichte in ihrer Auswirkung bis heute allein
Eva die Schuld gab und gibt, während Adam widerspruchslos ein "Mitesser"
war;
- weil gegen den Geist Jesu frühchristliche Frauentraditionen systematisch
unterdrückt und zum Verschwinden gebracht wurden und erst heute
mühsam wieder aufgedeckt werden;
- weil gegen den Geist Jesu aus einer Kirche der Gleichgestellten und
aus der geschwisterlichen Ordnung (Mt - Gemeinderegel) Über- und
Unterordnung wurde;
- weil gegen den Geist Jesu kirchliche Patriarchaüsierung Frauen
vom Amt ausschloß und dies der Tendenz nach schon in den Pastoralbriefen
beginnt und sich bei den Kirchenvätern fortsetzt;
- weil die PÖ lemik einiger Kirchenväter gegen das kirchliche
Amt von Frauen nicht nur zur theologisch falschen Lehre von der Minderwertigkeit
der Frau, sondern auch zur skandalösen Gleichsetzung von Frau und
Häresie geführt hat (Hieronymus);
- weil gegen den Geist Jesu z. B. Tertullian Frauen verachtet und fürchtet
und der Frau nicht nur die Verführung des Mannes, sondern auch
die der Engel vorwirft und sie als "Einfallstor aller Sünde
und des Teufels" diffamiert, was sich schlimm ausgewirkt hat, aber
heute von niemandem ernsthaft vertreten werden kann;
- weil man biologisch falsch noch bis ins 19. Jahrhundert glaubte, im
Sperma des Mannes sei der ganze Mensch enthalten und die Frau trage
nur den schützenden Nährboden für den Fötus bei;
- weil es auch in anderen Fällen in der Kirche immer wieder Neuerungen
gab: Zölibatsgesetz, liturgische Sprache, Kirchenstaat, neue Ämter
und Dienste;
- weil Frauen als Diakoninnen - vor allem im Osten - im ersten Jahrtausend
der Kirche bestens bezeugt sind und die gleiche Weihe wie die Männer
empfingen (consecratio, nicht benedictio);
- weil historische Argumente gegen Frauen im Amt wie "Wiederkehr
der Göttinnen", "Heiden nehmen Anstoß", "Gefahr
des Einflusses reicher Frauen" (Witwen) ... heute nicht mehr gelten;
- weil in der konfliktreichen, geschichtlichem Diskussion um Weiheämter
- für Frauen vor allem Machtfragen, Probleme der Anerkennung und
der öffentlichen Geltung eine entscheidend negative Rolle gespielt
haben und aus eben diesem Faktum heute ein positives Argument wird;
- weil der Geist des Evangeliums dem Buchstaben der Tradition widerspricht
und die Gründe für die Nachordnung der Frau (sie gehöre
nicht an den Altar bzw. könne nicht lehren) entweder vorchristlicher
Sakralordnung oder spätmittelalterlicher Lehre entspricht und somit
sozio-kulturell bedingt sind;
- weil der von Tertullian und neuerdings wieder angeführte Verhinderungsgrund
"der sündhaften Unordnung" (Johannes Paul II) nicht nur
Frauen, sondern alle Menschen betrifft;
- weil kirchenrechtliche Bestimmungen wandelbar sind und die ontologische
Begründung einer wesentlich entscheidenden Differenz zwischen Frau
und Mann einer bestimmten (scholastischen) philosophischen Strömung
entspringt, die später durch andere philosophische Systeme und
Denkweisen (z.B. Existenzphilosophie) relativiert, ergänzt und
überholt wurde;
- weil die Frauenordination heute eine Notwendigkeit ist und die Glaubwürdigkeit
der Kirche auf dem Spiel steht;
- weil weit mehr Frauen als Männer sich religiös engagieren
und am Gottesdienst teilnehmen und die Kirche die Frauen braucht;
- weil Frauen noch zu Beginn unseres Jahrhunderts "nicht für
fähig gehalten wurden, im Kirchenchor mitzusingen" (Pius X),
wozu sie später doch fähig wurden (vgl. auch Ministrantinnen!),
wenn auch "im gemischten Kirchenchor, getrennt von den Männern"
(Pius XII);
- weil es nach heutigem Empfinden natürlich und vernünftig
ist, während es Paulus für unnatürlich hielt, wenn Frauen
kurze Haare und Männer lange Haare tragen (vgl. 1 Kor 11,14) ;
- weil zu den herkömmlichen Kriterien bei der Beurteilung einer
kirchlichen und den Glauben berührenden Angelegenheit: was sagt
die Bibel, was sagt die Tradition, was sagt die öffentliche Meinung?
noch das Kriterium der Gerechtigkeit hinzukommen muß;
- weil die Kirche kein Recht hat, berufene Menschen von einem kirchlichen
Auftrag grundsätzlich auszuschließen;
- weil das Geschlecht eines Menschen nicht über die Fähigkeit
zu einem kirchlichen Dienst befinden kann;
- weil "katholisch" allumfassend bedeutet und die anglikanischen
und reformatorischen Kirchen, die Frauen ordiniert haben, nicht allesamt
im Irrtum sein können, vielmehr Teile der einen, heiligen, katholischen
und apostolischen Kirche sind;
- weil die Kirche Christus, dem Herrn der Kirche, und Gott nicht vorschreiben
bzw. erlauben kann, unter welchen Bedingungen er einen Menschen und
wen er in seinen Dienst berufen will;
- weil die männerdominierte Theologie und Christologie längst
durch die Frauensicht ergänzt und bereichert worden ist und noch
weiterer Ergänzung und Vervollständigung bedarf;
- weil die Kirche Frauen in kirchlichen Ämtern für ihre zukünftige
Existenz braucht, um so die umfassende Heilssendung Christi zu bezeugen;
- weil es längst nicht mehr nur um Gleichberechtigung und um Sonderrechte
für Frauen und ihre Beteiligung in der Gesellschaft geht, sondern
um die Zukunft der Kirche in dieser Gesellschaft überhaupt;
- weil damit die Tradition der Diskriminierung der Frauen theologisch
und kirchlich aufgehoben wird.

Bischof Bernhard Heitz Altkatholische Kirche Österreichs
144 biblische Frauen
- Abigajil, Abischag, die Töchter des Achan, Ahinoam, die aufgerichtete
Frau
- Ahasjas Schwester, Anna, Asenat, Mirjam - die Mutter von Johannes
Markus, Atalja
- Abischag von Schunem, Apphia, die salbende Frau, Ada
- Batseba, Berenike, Mirjam - die Mutter des Jakobus und Joses, die
reine Frau, Bilha
- Chloe von Korinth, Debora, Dina, die freigesprochene Frau, Damaris
- Delila, Drusilla, die Frau des Zebedäus, die Levitin,
- Eva, Ester-Hadassa, Elisabeth, die Tochter des Pharao, Edna, Elisehba
- Euodia von Philippi, Eunice von Lystra, Mirjam - die Frau des Klopas,
Gomer, die Tochter des Königs von Geschur
- die Frau in Gebea, Mirjam - die Mutter des Rufus, die Prophetinnen
von Cäsarea, Hagar, Herodias
- Prophetin Hulda, Hanna von Schilo, die Frau des Hiob, die 7 Töchter
des Midian, Prophetin Hanna
- die Totenbeschwörerin von Endor, die Tochter Isebels, die Tochter
des Ismael, die Mutter des Ikabod, die Frau des Jerobeam, Judit
- die Tochter des Jiftach, Jael, Johanna, die Tante des Joasch, Joaddam,Jochebed
- Junia, Jemima, die Syrophönizierin, Julia, die Tochter des Jaïrus
- Ketura, Klaudia, die verständigen und die einfältigen Mädchen,
Kandake
- die Frau des Kain, die freigiebige Witwe, Kobi, Kezia, Keren-Happuch
- die Frau des Lot, die Töchter des Lot, Lea, Michal, Maacha
- Merab, Michas Mutter, die Frau des Manoach, Milka, Prophetin Mirjam
- Mirjam - die Mutter Jesu, Marta von Betanien, Mirjam von Betanien,
Mirjam von Magdala, Naomi
- die Witwe in Naïm, Naama, Nympha, die Frau des Noach, die Schwiegertöchter
des Noach
- Ohola, Orpa, die Tochter der Syrophönizierin, Oholiba, Orka
- die Frau des Potifar, Pilata, Persis, Phöbe,
- Pua, Priska, Rhode, Rachel, Rebekka
- Rahab, Rut, Rizpa, die Witwe von Sarfepta, Schiphra
- die Frau aus Samaria, Sara, die Schwiegermutter des Petrus, Saphira,
Silpa
- Sarai, Syntyche von Philippi, Susanna, die Witwe von Sidon, Salome
- die Königin von Saba, Mutter Salome, Schulamid, die Frau aus
Schunem, Tamar
- die Frau aus Tekoa, Timna, Tabita, Tryphäna, Thamar
- Trythosa von Rom, Waschti, Zeruja, Zilla, die Töchter des Zelofhad,
Zippora
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