Sozialaspekte meiner
Arbeit als Altkatholische Priesterin
Bedingt durch meine Stellung als zweite geweihte Priesterin
der AKÖ und meinen Bekanntheitsgrad in breiter Öffentlichkeit
ist meine gesamte Arbeit nicht trennbar aus dem religiösen bzw. kirchlichen
Kontext und soll es meiner Meinung nach auch nicht sein.
Ich selbst lege größten Wert auf verbindende
christliche Ökumene (habe ich doch die eigene Geschichte eines Kirchenwechsels
erlebt) und vor allem auf eine integrative interreligiöse Ökumene,
da mir beides als wesentliche Grundlage einer friedensstiftenden Zusammenlebensvision
in unserem Land und in der Welt lebensnot-wendend erscheint.
Ich bin freiberuflich als Schriftstellerin und Referentin im gesamten
deutschsprachigen Raum tätig.
Meine Zielgruppen kommen vorwiegend aus sozial engagierten Berufen: Krankenpflege,
Altenbetreuung, medizinische und medizintherapeutische Berufe, Krankenseelsorge,
Sozialarbeit und Streetworking, Kindergartenpädagogik, Lehrberufe,
Sterbe- und Trauerbegleitung in Hospiz- und Palliativeinrichtungen, Aidshilfe,
Krebshilfe, Fraueneinrichtungen und Frauenpolitik.
Meine Berufserfahrung in diesem Umkreis umfaßt derzeit über zehn Jahre Tätigkeit.
Im Laufe dieser Zeit habe ich mir zusätzlich
zu meinem Krankenpflegediplom und meiner theologischen Ausbildung fundierte
Aus- und Weiterbildungen angeeignet:
Gestalttherapie und TZI (themenzentrierte
Interaktion)
Sprachtherapie und Spielepädagogik
Palliativ-Care nach Saunders
Validation nach Naomi Feil und
eigene Entwicklung der validativen Gesprächsführung in Krisensituationen
wie Sterbe- und Trauerprozessen
Studium der Weltreligionen
Dzt. Studium der Pastoralpsychologie
Schwerpunkte meiner Arbeit im Sozialbereich:
Ethikunterricht an Krankenpflegeschulen
mit Schwerpunkt Alten- und Behindertenpsychologie in der Pflege
Sterbe- und Trauerbegleitung im
Rahmen der Palliativpflege in Krankenpflegeschulen, Sonderausbildungen
für Intensivpflege und Altenbetreuung bzw. Geriatrische Pflege mit
Schwerpunkt Menschenwürde, Euthanasie, Sterben und Tod in nichtchristlichen
Religionen und die Begleitung dieser Menschen, Psychohygiene und Grenzsituationen
intra- und extramural, Familienbegleitung, Gesprächsführung
in diesen Krisensituationen...
Umgang mit dem Themenkreis Kind
Sterben Tod, Kindes- und Elterntrauer im Rahmen der Kindergartenpädagogik
und Krankenpastoral, ebenfalls im interreligiösen Kontext unserer
multikulturellen Gesellschaft.
Aids, Krebs und Altersverwirrtheit
sind wesentliche Themen bei Gastvorträgen an AHS und Berufsschulen
im Rahmen von Religions-, Deutsch- und Psychologieunterricht (Abbau von
Vorurteilen, Ängsten und vor allem die Auseinandersetzung mit der
Diskussion Sterbehilfe contra Sterbebegleitung)
Öffentliches Engagement für
Hospiz- und Palliativeinrichtungen (Mitbegründerin der Österr.
Hospizbewegung und Ausbildnerin für freiwillige und ehrenamtliche
HospizhelferInnen in Österreich und Deutschland, beginnend auch in
Südtirol) mit besonderer Betonung der Notwendigkeit und ethischen
Verpflichtung einer interreligiösen Ausrichtung in solchen Gruppen
und Einrichtungen.
Sterbe- und Trauerbegleitung besonders
bei Aids- und KrebspatientInnen.
Ökumenische Zusammenarbeit
in der Aidshilfe, Mitgestaltungen des Ökumen. Gottesdienstes am Weltaidstag
zusammen mit P.Clemens in Wien, Aufbau einer solchen Gottesdienstmöglichkeit
in Südtirol zusammen mit den Bozner Altkatholiken, der evangelischen
Gemeinde Bozen und einer röm.kath.Gemeinde.
Projekt "Patenschaft der
Generationen": zusammen mit KindergärnerInnen, VolksschullehrerInnen
und AltenbetreuerInnen vorbereitete Patenschaft zwischen Kindergärten/Schulen
und Alten/Pflegeheimen (sozialer Kontakt, Zeitzeugenarbeit, Sozialerziehung,
Besuche, Feste gemeinsam und gegenseitig...)
Projekt "Fahr mit":
Krankenpflege- und AltenbetreuungsschülerInnen übernehmen
Begleitfahrten mit BewohnerInnen von Alten- und Pflegeheimen z.B. zu
Allerheiligen, zwischen Weihnachten und Neujahr zum Friedhofsbesuch,
zu einem Dorffest, zum Christkindlmarkt, einem Ausflug...
Projekt für Pfarren und
Schulen: "E-mail ist kein Kochtopf" Enkel lehren die
Großeltern Internet- und e-mailumgang. Auch ein Pfarrkaffee kann
zum Internetcafe werden. Die gemeinsame Gestaltung einer Pfarrzeitung
am PC kann zum Lern- Lehr- und Austauschplattform werden. Im Gegenzug
gibt es "Aus Großmutters Küche" oder/und "Aus
Großvaters Werkzeugkiste" Lehrstücke, die nicht nur
Spaß machen sondern auch Gemeinde beleben. Zeitgeschichte, Schreibwerkstatt
oder/und Hörspiele beim Geschichtenerzählen sind erweiterbare
Elemente...Brücken zwischen den Generationen!
Die Homosexuelleninitiative
Südtirol trat aufgrund meiner langjährigen Seminartätigkeit
mit der Bitte an mich heran, bewußtseinsbildend und vorurteilsabbauend
deutlicher zu helfen, auch und vor allem, was religiöse Bereiche
betrifft. Ich habe sofort und uneingeschräkt meine Hilfe, meinen
Namen und meine Stimme zugesagt. Ich stehe als Mensch, Priesterin und
in meiner Öffentlichkeitsarbeit selbstverständlich zur Verfügung.
Huren- und Stricherseelsorge.
Geistlich-therapeutische (auch sakramentale!) Begleitung einer Gruppe
von 7 Huren, 4 Strichern und 3 Zuhältern aus der Wiener Szene seit
mehr als drei Jahren.
Politisches Engagement für
Sterbebegleitung und gegen Euthanasiebestrebungen, für dringend not-wendige
Reformen in der Altenbetreuung und Altenpflege (Berufsanerkennung des
Altenfachbetreuers und der Altenfachbetreuerin mit Kompetenzsicherung,
Validation als wesentliche Pflege- und Therapieausbildung im geriatrischen
Bereich, palliativmedizinische und pflegerische Betreuung im Alter,
Stützung der Haus- und Heimpflegehilfeeinrichtungen...)
Politisches Engagement für
eine "Ethikverträglichkeitsprüfung" vor allem in der
Sozial- und Gesundheitspolitik ( mit dem derzeit verwendeten Schlag-wort
"Soziale Treffsicherheit" bleibt die Frage nach dem "Plattschußprinzip").
Integration und Antidiskriminierung im gesamten Umfang der Menschenrechte
sind christliche Verpflichtung und politische Forderung!
Politisches Engagement gegen eine
neue Bewaffnungspolitik und eine massive Verunmöglichung des Zivildienstes
(hinter jeder gestrichenen Zivildienststelle steht mindestens eine Betreuungsgeschichte,
die Sozialbildung und bewußtseinsschaffung gerade bei Männern
wird damit wieder zwangsläufig rückläufig gemacht...).
Politisches Engagement für
die Gleichstellung der Frau auf allen Ebenen und eine frauengerechte Gesellschaftsstruktur.
Gewaltentfernung aus Frauen- und Kindergeschichte müssen als Zielsetzung
deutlich bearbeitet und weitergeführt, in manchen Punkten allerdings
endlich begonnen werden. Ein verantwortungsbildendes und sozialförderndes
Ausrichten und Gestalten der männlichen Erziehung und Kultivierung
muß deutlich parallel gefördert und gefordert werden.
Kirchliches, interreligiöses
und soziopolitisches Engagement für einen praktizierten und deutlichen
Femailismus = partnerschaftliches Ergänzen von Frau und Mann, um
die Ganzheit der menschlichen Möglichkeiten und ethisch ausgerichteten
Kräfte für ein längst fälliges Umsetzen der Menschenrechte
und Grundrechte nicht nur im Reden sondern auch und vor allem im Verstehen
und Tun endlich wirklich zu gewährleisten.
Öffentliches Eintreten
und glaub-würdiges Engagement sind wichtig und notwendig. Ich bin
nicht bereit, zu einem Unrecht zu schweigen, weder politisch noch
kirchlich noch ökumenisch!
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