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"Der Hospizgedanke und vor allem die Hospizpraxis stellen sterbende Menschen in den Mittelpunkt einer menschenwürdigen Lebensbegleitung bis zum Tod.Die Autorin schreibt aus ihrer Perspektive als Hospizpatientin und -begleiterin - ein berührendes und starkes Buch"

Leiter, Karin E.
Lebensbegleitung bis zum Tod

Wir brauchen Hospize
152 Seiten; 20,5 x 12,5 cm; Broschur.
€ 11,90.-
ISBN 3-7022-1877-7

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Einleitung  Nachwort Leseprobe
Einleitung von Dr. R. Kirchschläger, Altbundespräsident Ein Denkanstoß

 

Einleitung

"Ein Minimum an Technik, ein Maximum an Berührung" steht als oberstes Gebot in der Hospizbewegung: Leben bis zuletzt, menschenwürdig und möglichst schmerzfrei - der Sterbende hat im Mittelpunkt zu stehen. Ein zeitgemäßer Beitrag zum allmählich wachsenden Bewußtsein, daß das Sterben ein wichtiger Teil menschlichen Lebens ist.
In unzähligen Vorträgen hat Karin E. Leiter den Hospizgedanken hinausgetragen. Sie hat selbst erfahren, was es heißt, Hospizpatientin sein zu können. Ihre Geduld ist am Ende. Sie stellt hiermit eine Forderung an uns alle: Wir brauchen Hospize! Dieses Buch ist das berührende - und hoffentlich bewegende - Plädoyer einer todkranken Frau.

"Karin E. Leiter hat keine liebliche, sondern eine liebende Sprache. So zeigt sie, daß Wahrheit, in schlichten Worten ausgedrückt, eine große Hilfe zu sein vermag. Sie will helfen; helfen allen jenen, die in Leid und Kranksein eine Lebensbegleitung brauchen."
(Dr. Rudolf Kirchschläger)

"Liebe Karin Leiter, ich danke Ihnen für dieses Buch, das niemand so hätte schreiben können wie Sie."
(Dr. Franz Kardinal König)

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Nachwort

Karin Leiter ist eine Frau, die mit dem Leben und mit dem Tod etwas anzufangen weiß. Sie vermittelt nicht eingelernte Theorien, sondern Lebenserfahrungen, die bis ganz nahe an den Tod reichen. Sie spricht nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern aus Liebe und voll Rücksicht auf jene, die sich schwertun mit dem Leid, das über sie hereinbricht, und mit dem Wissen um das eigene Sterben oder um den Heimgang geliebter Menschen. Karin Leiter hat keine liebliche, sondern eine liebende Sprache. So zeigt sie, daß Wahrheit, in schlichten Worten ausgedrückt, eine große Hilfe zu sein vermag.
Es ist natürlich, daß Karin Leiter aus ihrer ganzen Lebenskonzeption heraus für die Hospizbewegung eintritt. Ihr Engagement ist glaubhaft, denn auch in der Darstellung der Erfahrungen im Hospiz beschönigt sie nichts, sondern bleibt wahr. Sie will eben nicht Propaganda machen, ebensowenig wie sie Bücher um der Bücher willen schreibt. Sie will helfen; helfen allen jenen, die in Leid und Kranksein eine Lebensbegleitung brauchen. Wer braucht sie nicht?

 

 Dr. Rudolf Kirchschläger

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Ein Denkanstoß

 LEBENSANZEIGE

Meine Nichte

Anna-Maria Maier

feiert heute ihren 49. Geburtstag. Seit vielen Monaten ist sie durch eine unheilbare Krankheit Tag und Nacht ans Bett gefesselt. Sie, die früher in so vielfältiger Weise aktiv gewesen ist, überall beliebt und gerne gesehen war, vereinsamt nun zusehends.
Dieser Aufruf mag vielleicht sonderbar sein. Aber an dieser Stelle könnte schon morgen eine Todesanzeige stehen. In diesem Fall wäre des Bedauerns wahrscheinlich kein Ende gewesen. Anna-Marias Leichenzug wäre sicher sehr lang geworden. Ehrengeleit, Blumen, die Feierlichkeit der erschütterten Nachrufe hätten sich zu einer Großkundgebung seltener Wertschätzung eines Mitmenschen ausgeweitet.
Ich erlaube mir vorzuschlagen, von einer solch zu spät kommenden Ehrung abzusehen. Dafür können wir die wenigen Tage oder Wochen im Leben von Anna-Maria noch nutzen, um sie zu besuchen, mit ihr zu telefonieren oder ihr zu schreiben. Sie wird sich sicher darüber freuen, und wir können ihr diese letzte Zeit noch verschönen.
Dies gelingt, wenn wir nicht wie auf einer Beerdigung alle gleichzeitig losziehen, sondern einander abwechselnd an ihr Bett kommen, um Abschied zu nehmen oder einfach nur, um dazusein.

Im Namen der Familie
Oskar Maier, Onkel

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