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Dieses Buch gibt ein Zeugnis für,die Schrift. Und in Zeiten, in
denen kirchliches Leben manchmal so etwas wie einen Verlust der Konzentration
auf das Wesentliche erleidet und man daher mit Recht das Anliegen der
Neuevangelisierung betreibt, ist es gut, einmal die Worte der Schrift
mit jenem Echo zu hören, das sie auslösen, wenn sie in einen
dunklen Talgrund hallen, in den des persönlichen Leids und des nicht-unbeschwerten
Lebens.
Wie sie uns auf diesen Seiten entgegentritt, so haben wir Karin Leiter
persönlich erlebt: spontan und originell, natürlich und lebendig
"bis in die Zehenspitzen"; manchmal nahezu schockierend in ihrer
ungeschminkten Denk und Redeweise. - So erlebt Karin auch die Bibel auf
ihre ganz persönliche Weise. Da ist kein meditierendes Nachdenken
oder ein erinnerndes Schauen der Geschichte Gottes mit Seinem Volk: Karin
Leiter erfährt Gott unmittelbar; Sein Wort trifft sie wie einen der
altbundlichen Propheten, und sie antwortet ihrem Gott wie sie es etwa
von Hiob gelernt hat: ohne "Maske". Manchem "frommen"
Ohr mag es wie unfrisiert klingen. Sie verpackt ihr Anliegen recht unkonventionell:
Gott begegnen in der Wahrheit des Augenblicks, so hart oder froh wie Er
uns eben heute trifft. Gerade das macht uns aber betroffen: Da ist ein
Mensch, der wahrlich nicht auf "die Butterseite" des Lebens
gefallen ist; ein Mensch, der "Leid erlebt hat" wie Jeremija
(Klagelieder 3,1), den Gott bis zum äußersten herausfordert
und der diese Herausforderung im Angesicht des Todes täglich neu
annimmt; ein Mensch, der aber auch wie Jeremija davon zu künden weiß,
wie Gott ihn "betört hat" (Jer 20) und der sich rückhaltlos
betören ließ von der umwerfenden Liebe Gottes, einer Liebe,
die Karin ebenso wenig die Schule des Kreuzes erspart wie allen, die sich
"betören" lassen, vorab Seinem Sohn. Diese Liebe aber weist
Karin hinaus über Schmerz und Tod. Sie weiß, daß Jesus
auferstanden ist; sie weiß, daß auch für sie - und uns
alle - Auferstehung das Thema ist, worauf hinzuleben sich einzig lohnt
und das jeden Preis rechtfertigt. "Was wir gehört, . . . vom
Wort des Lebens, . . . das verkünden wir" (1 Joh 1,1 f.) - das
gilt auch für Karin Leiter. Sie weiß, wovon sie redet. Gott
verzärtelt sie nicht. Aber sie hat aus der Bibel gelernt, Ihm zu
vertrauen und sich Ihm anzuvertrauen. Er ist ihr Fels in Zeiten der Not.
Schmerzen und Verzweiflung, Aufbäumen und sich tief geborgen wissen
im antwortlosen Geheimnis bis zum persönlichen Hineingerissenwerden
in die Umarmung Seiner Liebe. Uns Menschen dies heute zu künden,
ist Karins Auftrag!
Ich danke allen, die meine Träume belächelt haben. Sie haben meine Phantasie beflügelt. Ich danke allen, die mich in ihr Schema pressen wollten. Sie haben mich den Wert der Freiheit gelehrt. Ich danke allen, die mich belogen haben. Sie haben mir die Kraft der Wahrheit gezeigt. Ich danke allen, die nicht an mich geglaubt haben. Ich danke allen, die mich verletzt haben. Sie haben mich gelehrt, im Schmerz zu wachsen, Vor allem danke ich aber allen, (Aus K.E.Leiter "Die Bibel atmet", Tyrolia) |