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Leiter, Karin E.
Die Bibel atmet

Eine Lebensnot-wendige Begegnung

128 Seiten; 20,5 x 12,5 cm; Broschur
€ 9,90.-
ISBN 3-7022-1762-2

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Vorwort  Nachwort Leseprobe
von B. Reinhold Stecher aus dem Karmel Dankbrief

Vorwort

Dieses Buch gibt ein Zeugnis für,die Schrift. Und in Zeiten, in denen kirchliches Leben manchmal so etwas wie einen Verlust der Konzentration auf das Wesentliche erleidet und man daher mit Recht das Anliegen der Neuevangelisierung betreibt, ist es gut, einmal die Worte der Schrift mit jenem Echo zu hören, das sie auslösen, wenn sie in einen dunklen Talgrund hallen, in den des persönlichen Leids und des nicht-unbeschwerten Lebens.
Und vielleicht bringt uns das Zeugnis dieses subjektiven Echos dazu, auch selbst sensibler hineinzuhorchen in die Frohe Botschaft.

 

Reinhold Stecher
Bischof von Innsbruck

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Nachwort

Wie sie uns auf diesen Seiten entgegentritt, so haben wir Karin Leiter persönlich erlebt: spontan und originell, natürlich und lebendig "bis in die Zehenspitzen"; manchmal nahezu schockierend in ihrer ungeschminkten Denk und Redeweise. - So erlebt Karin auch die Bibel auf ihre ganz persönliche Weise. Da ist kein meditierendes Nachdenken oder ein erinnerndes Schauen der Geschichte Gottes mit Seinem Volk: Karin Leiter erfährt Gott unmittelbar; Sein Wort trifft sie wie einen der altbundlichen Propheten, und sie antwortet ihrem Gott wie sie es etwa von Hiob gelernt hat: ohne "Maske". Manchem "frommen" Ohr mag es wie unfrisiert klingen. Sie verpackt ihr Anliegen recht unkonventionell: Gott begegnen in der Wahrheit des Augenblicks, so hart oder froh wie Er uns eben heute trifft. Gerade das macht uns aber betroffen: Da ist ein Mensch, der wahrlich nicht auf "die Butterseite" des Lebens gefallen ist; ein Mensch, der "Leid erlebt hat" wie Jeremija (Klagelieder 3,1), den Gott bis zum äußersten herausfordert und der diese Herausforderung im Angesicht des Todes täglich neu annimmt; ein Mensch, der aber auch wie Jeremija davon zu künden weiß, wie Gott ihn "betört hat" (Jer 20) und der sich rückhaltlos betören ließ von der umwerfenden Liebe Gottes, einer Liebe, die Karin ebenso wenig die Schule des Kreuzes erspart wie allen, die sich "betören" lassen, vorab Seinem Sohn. Diese Liebe aber weist Karin hinaus über Schmerz und Tod. Sie weiß, daß Jesus auferstanden ist; sie weiß, daß auch für sie - und uns alle - Auferstehung das Thema ist, worauf hinzuleben sich einzig lohnt und das jeden Preis rechtfertigt. "Was wir gehört, . . . vom Wort des Lebens, . . . das verkünden wir" (1 Joh 1,1 f.) - das gilt auch für Karin Leiter. Sie weiß, wovon sie redet. Gott verzärtelt sie nicht. Aber sie hat aus der Bibel gelernt, Ihm zu vertrauen und sich Ihm anzuvertrauen. Er ist ihr Fels in Zeiten der Not. Schmerzen und Verzweiflung, Aufbäumen und sich tief geborgen wissen im antwortlosen Geheimnis bis zum persönlichen Hineingerissenwerden in die Umarmung Seiner Liebe. Uns Menschen dies heute zu künden, ist Karins Auftrag!
Verzweifelnden werden ihre Worte helfen, ihren Weg durch das Dunkel von Krankheit und Not in die Freiheit Gottes zu finden, weil sie ihr Leid, vielleicht erstmals, aussprechen lernen vor Gott. Im Gespräch mit Ihm wird ihnen neue Kraft zuwachsen. Sie erfahren Berufung. Der Tod wird Durchgang, ein letztes Dunkel, ja brüderlicher Torwart werden. Vor der Türe zu un-endlicher Freude . .. Jene aber, die sich gesund fühlen, sollten sich dieses Buch zum Spiegel nehmen: erleben wir denn unsere Gesundheit als Geschenk Gottes? Danken wir Ihm täglich dafür? Oder reiben wir uns an Alltagsproblemen - und wie oft an vermeintlichen! - wund? Warum? Weil uns alles Wohlergehen wie selbstverständlich, frag-los, ja wie geschuldet erscheint? Oder feiern wir wie Karin "ein Fest"?
Und was bedeuten uns diese Gedanken von Leben, Sterben und Auferstehen? Lesen wir sie und legen sie beiseite - oder lassen wir uns treffen von einer Realität, die morgen die unsere sein kann? Stellen wir uns dem Wort "Ich lebe, um das Sterben zu lernen"? (S. 8) Oder schlagen wir unser Heute weiter tot mit aufgeblasener Oberflächlichkeit? "Du Tor! In dieser Nacht noch wird man dein Leben fordern!" (Lk 12,20) - Dieses Buch ist Wegweiser, Lehrbuch: es konfrontiert uns schonungslos mit der Wirklichkeit von Krankheit und Tod und läßt uns erfahren und miterleben, wie ein Mensch, der ins volle Leid geworfen ist, sich von Gott aufgefangen, getragen erfährt und daraus Kraft, Trost und Hoffnung schöpft: Das Kreuz wird zum "Trotzdem Baum".

Aus dem Karmel St. Josef, Innsbruck

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Dankbrief

Ich danke allen, die meine Träume belächelt haben.

Sie haben meine Phantasie beflügelt.

Ich danke allen, die mich in ihr Schema pressen wollten.

Sie haben mich den Wert der Freiheit gelehrt.

Ich danke allen, die mich belogen haben.

Sie haben mir die Kraft der Wahrheit gezeigt.

Ich danke allen, die nicht an mich geglaubt haben.
Sie haben mir zugemutet, Berge zu versetzen.
Ich danke allen, dich mich abgeschrieben haben.
Sie haben meinen Trotz geschürt.
Ich danke allen, die mich verlassen haben.
Sie haben mir Raum gegeben für Neues.
Ich danke allen, die mich verraten und mißbraucht haben.
Sie haben mich wachsam werden lassen.

Ich danke allen, die mich verletzt haben.

Sie haben mich gelehrt, im Schmerz zu wachsen,
Ich danke allen, die meinen Frieden gestört haben.
Sie haben mich stark gemacht, dafür einzutreten.
Ich danke allen, die mich verwirrt haben.
Sie haben mir meinen Standpunkt klar gemacht.

Vor allem danke ich aber allen,
die mich lieben, so wie ich bin.
Sie geben mir die Kraft zum Leben!

(Aus K.E.Leiter "Die Bibel atmet", Tyrolia)

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