Gebete
und Liturgie

Krankenpastoral


Nachwehen

Ein Meer voll Tränen
erbrüllen -
mitten im Lied,
das den Felsen sprengt,
neue Berge ersehnt
und Kinderlachen
fliegen läßt
wie Drachen
hinaus aus dunklen Höhlen,
hinauf in Säuseln
und Flüstern und Wind.
Auf gischtigem Wasser
gehen
mit brennenden Füßen.
Feueraugen suchen
nach Landschaftsgesichtern,
Sehnsucht nach Vertrautem.
Einfausten in den Händen,
die mich geformt haben.
Immer noch
un-heimlicher Schmerz,
Heim-weh.im Regenbogen
eines klarenden Morgens
nach unendlicher Nacht.
Jetzt im Schrei
ein Stürmen
freiheulen, und dann hören:
Ich will nichts von dir,
ich will dich!
Ich habe die
Steintafel
zerbrochen,
die Worte zerschellt.
Jetzt hast Du sie
in meine Haut
gebrannt,
Wunden bluten,
es rast das Herz
in Qual.
Ich sehe es:
Ich will nichts von dir,
ich will dich!
Und ich lasse
langsam mein
Nein fallen,
weil Du mich
so sehr
bestürmst.
Ich will uns einen
Berg ersingen
in aller Leiden-schaft.
Dann steig Du hinauf
und sprich
von Seligkeit,
sag mir,
es ist genug!

(K.E.Leiter, aus "Wenn Gott uns streichelt", Tyrolia)

Tagesgebet

"Fürchtet euch nicht!" hat Christus, der wahrhaft Auferstandene, uns gesagt. Dieses Wort blühe einer Wiese gleich unseren Schritten hinterher, säume unseren Weg und gebe unseren Füßen den weiten Raum göttlicher Geistwirklichkeit.
Amen.

Schlußgebet

Gott, Du Liebender und Ewiger,
Du Schöpfer und Vollender allen Lebens,
in der Feier der Eucharistie ergreift uns immer wieder neu
die unauslöschliche Glut Deines heiligen Geistes.
Wir danken Dir, daß diese Gabe in uns und aus uns wirken kann,
wenn wir es nur zulassen.
Laß uns stets den Widerschein Deiner Zukunft wahrnehmen
durch Christus, Deinen Sohn, unseren auferstandenen Bruder und Herrn.
Amen.