Gebete
und Liturgie

Krankenpastoral


Segensgebete

Der Herr schaue auf uns,
Er begleite uns auf unserem Weg
zu Menschen, die Hilfe brauchen.
Er gebe uns die Kraft, den Mut
und die Zeit zum Helfen.
Er gebe uns die Weisheit,
unsere Grenzen zu erkennen.
Er sei unsere Stärke und Ruhe,
Trost und Halt in unserem Tun.
So segne uns der liebende Gott,
der Vater,
der Sohn
und der Heilige Geist.

Gott, segne mich,
denn Du kennst mich.
Mit all meinen Grenzen, Fehlern, Talenten,
Möglichkeiten und Unmöglichkeiten -
Du kennst mich
und weißt:
Ich brauche Deinen Segen!
Deinen Segen, lieber Gott,
guter Bruder und
kraftvolle Lebendigkeit.
Gott, segne mich!

Es ist nicht leicht, das "Du mußt" abzulegen.
Es ist nicht leicht, Erwartungshaltungen
anderer nicht zu erfüllen,
eigene Erwartungen nicht mehr zu erwarten.
Der Herr, unser guter Gott, segne dich.
Er gebe dir Mut für unerwartete Wege.
Der Herr bleibe bei dir,
damit du dich nicht verlassen fühlst,
nicht ausgeliefert und hilflos.
Das Angesicht Gottes leuchte über dir
in den dunklen Stunden,
damit du auch jetzt das Wunder
eines einzigen Tages erkennen kannst,
damit das Unscheinbare im rechten Licht
für dich sichtbar wird.
Frieden gebe Er dir,
Zufriedenheit deiner Seele
und kraftspendende Ruhe deinem kranken Körper.
Ein Lächeln für jeden Tag
und ein helles Lachen,
wenn du dich selbst zu ernst nimmst.
Einen Stern schenke Er dir für dunkle Stunden.
Eine lebendige Kerzenflamme als
Zeichen Seiner Nähe.
Gute Ideen und ein Trotzdem
in allem Ja-aber,
herausfordernde Überraschungen
und ausreichend Ruhe schenke Er dir.
Der Segen unseres mütterlichen Vaters
bleibe bei dir durch Christus, unseren Bruder
und stärke dich
durch die Kraft des Heiligen Geistes.

Ich wünsche dir
warme Socken in stürmisch-kalter Zeit,
eine kühle Brise in Fieberhitze,
ein Durchatmen, wenn die Brust eng ist,
einen gleichmäßigen Herzschlag,
ein saugfähiges Taschentuch.
Ich wünsche dir
eine Schulter zum Anlehnen,
eine Hand zum Anhalten,
einen Menschen, der mit dir weint
und mit dir lacht.
Füße, die durchstehen können,
einen vollen Krug frischen Wassers.
Ich wünsche dir
eine schöne Geschichte gegen die Angst,
ein gutes Wort zur rechten Zeit,
eine Oase für deine Seele,
einen unerschütterlichen Glauben.
Gott, der Mütterliche und Liebende,
segne dich.
Der Vater, der Sohn und die Heilige Geistin.

Gott der Liebe,
bleibe bei uns,
wenn wir unsere Gesundheit verlieren,
wenn wir unseren Mut entmutigen,
wenn wir unsere Last nicht mehr ertragen,
wenn wir unser Morgen verängstigen,
wenn wir unser Leben nicht erleben,
wenn wir unsere Liebe im Kummer verkümmern.
Bleibe bei uns, denn Du bist unsere Sehnsucht.
Bleibe bei uns, denn ohne Dich ist Verzweiflung!
Segne und bewahre uns, Du, Gott,
der Vater,
der Sohn
und die Heilige Geistin.

Gott,
Du bist die Spur, der wir folgen
Du bist die Rückendeckung, die wir brauchen,
Du bist der Boden, der uns trägt,
Du bist die Luft, die uns atmen läßt,
Du bist der Rastplatz, der uns zur Ruhe bringt.
Gott,
Du in uns, verbinde Geist, Seele und Körper,
damit Wunden heilen und wir heil werden
durch Deinen Segen,
Segen im Namen des Vaters,
des Sohnes
und des Heiligen Geistes.

Du hast deinen Schrei hinuntergeschluckt
und der Schmerz hat dich aufgebäumt.
Du hast deinen Schrei hinausgebrüllt
und das Meer hat ihn dir zurückgeworfen.
Du hast deinen Schrei heiser gejammert
und der Wüstensturm hat ihn dir zurückgeheult.
Du hast deinen Schrei an die Felsen geworfen
und das Echo hat ihn dir zurückgeschrien.
Komm, schreien wir gemeinsam in die Himmel!
Dort fängt er sich in Gottes Hand.
Zurück kommt zärtliches Trösten
und Segen voll Kraft.
Unser Schrei ist gehört:
es segnet dich
der heilsame, heilende und heilige Gott,
der mütterliche Vater,
der brüderliche Sohn
und die lebendige Geistin.

Der Segen Gottes
fließe durch unsere Hände und Füße.
Begreifen wollen wir das Unbegreifliche.
Durchstehen das Bodenlose.
Aushalten das Haltlose.
Unser Ver-stand
sucht nach einem Be-griff.
Der Segen Gottes
fließe durch unsere Hände und Füße.
In Seinen Spuren
der Zärtlichkeit
liegt aller Segen
des Vaters,
des Sohnes
und der Heiligen Geistin.

Ich segne Euch alle, die Ihr mich verlassen habt,
weil ich Euch zu große Last war.
Verzeihen wir einander. Friede Euch allen!
Ich segne Euch alle, die Ihr langsam geht,
weil meine Beine nicht mehr schneller können.
Ich segne Euch alle, die Ihr meine Taschen nehmt,
weil ich sie nicht mehr tragen kann.
Ich segne Euch alle,
die Ihr meine zittrigen Hände haltet,
weil sie so wieder zur Ruhe kommen.
Ich segne Euch alle, die Ihr mit mir am Tisch sitzt,
weil so das Essen einfach besser schmeckt.
Ich segne Euch alle, die Ihr mit mir weint,
weil wir dann auch miteinander lachen können.
Ich segne Euch alle,
die Ihr Euch Zeit nehmt am Telefon,
weil damit Entfernungen keine Rolle mehr spielen.
Ich segne Euch alle, die Ihr zuhört und erzählt,
weil ich so ganz in der Welt bin.
Ich segne Euch alle,
die Ihr mit mir betet und schweigt,
weil ich so ganz bei Gott bin.
Ich segne Euch alle, die Ihr mir Freunde seid,
weil so mein Sterben voller Leben ist.
Ich segne Euch alle,
im Namen unseres liebenden, mütterlichen Vaters,
im Namen unseres Bruders Jesus Christus
und im Namen der heiligen Ruach,
der Lebenskraft Gottes!