Gebete
und Liturgie

Krankenpastoral


Eucharistiegebet I

Du, Allesinallem, Du Ewiger und Allmachender
hast uns diese Freudennacht geschenkt,
in der das Leben allen Tod besiegt
und das Licht jede Dunkelheit durchbricht.
Deine Liebe ist stärker als der Tod
in aller Zeit und aller Welt Du ewige Zuneigung,
Du lebendiges Vertrauen in Jesus,
dem Christus, Sohn und Bruder.

Du, Allesinallem, Du Ewiger und Allmachender
bist Urgrund und Ziel,
in dem das Leben allen Tod besiegt
und das Licht jede Dunkelheit durchbricht,
Deine Liebe ist stärker als der Tod
in aller Zeit und aller Welt,
Du ewige Zuneigung,
Du lebendiges Vertrauen in Jesus,
dem Christus, Sohn und Bruder.

Am Abend vor Seinem Leiden,
als Jesus mit den Seinen
noch einmal beim Essen zusammen war,
nahm Er das Brot, das Brot Seines Lebens
und dankte dafür:

Ewiger Gott, Du Immerschon und Allezeit,
ich danke Dir für mein Leben.
Es ist geworden wie dieses Brot:
in ihm sind die vielen Weizenkörner
eins und neu geworden.

Ich danke Dir für meine Mutter Mirjam,
die mich geboren und gestillt,
die mich gehen, spielen,
tanzen und singen gelehrt hat,
die meine Tränen getrocknet
und mein Lachen erlacht hat,
die mich vertrauend glauben
und beten gelehrt hat,
die mich in den Schlaf wiegte.

Ich danke Dir für den väterlichen Freund Josef,
der mir Beispiel war für treue Fürsorge,
der mir Geschichten erzählt
und meine Träume beflügelt hat,
der mich ein Handwerk lehrte,
mir die Schönheit des Holzes,
den Duft der Wälder und Bäume,
die Pracht der Wiesen
und die stille Achtung voreinander gezeigt hat.

Ich danke Dir für meine Freundinnen und Freunde,
die mein Leben so reich und sinnvoll gemacht haben.
Für alle Menschen,
die Freude und Leid mit mir geteilt,
die mir zugehört
und mit mir geredet haben.

Ich danke Dir für die gute Erde,
die mich getragen und ernährt hat,
mir Weg und Wohnung war,
für das Wasser, das meinen Durst gestillt hat,
das so tragfähig wie der Glaube ist.

Ich danke Dir für die Esel,
die mir beigestanden sind in glücklichen und schweren Tagen,
für den Knaben,
mit dessen Hilfe ich Tausende sättigen konnte,
für die Witwe,
die mich so sehr berührt hat,
für Bartimäus,
der nicht schweigen wollte.

Ich danke Dir für die Kanaanäerin,
die mir widersprochen hat,
für die Frau aus Samaria,
deren Glauben so erstaunlich war.

Ich danke Dir für die Frauen,
die mich gesalbt haben,
mit mir diskutiert.
mich bewirtet haben.

Ich danke Dir für die Unzähligen,
die durch die Jahrhunderte sich versammeln
und Dir in meinem Namen
Dank sagen werden.

Ich danke Dir für die Kinder und ihr Vertrauen,
für die Nächte,
die ich im Gebet zugebracht habe,
in denen Du, Abba, mir so nahe warst,
für die Tage,
an denen Du durch mich gewirkt hast.

Ich danke Dir für die Samen
und die Perlen,
den Sauerteig
und die Geldstücke,
für die Weinberge
und Ölbäume,
für die Schätze der Erde
und alles Unkraut.

Ich danke Dir für die verlorenen Schafe und Söhne,
für die Hirten und wartenden Eltern,
für die Hochzeitsfeste
und jene Mädchen,
die an die Tür geklopft haben,
für die Netze, Boote
und den zaudernden Petrus.

Das alles erinnert mich an Dich,
ewig Liebender,
und daran,
daß die ganze Schöpfung Dein Leib ist,
mein Gott, Abba, Du!

So brach Er das Brot,
teilte es aus an alle und sagte:
Nehmt und esst! Das ist mein Leib.
Ich bin es - für Euch alle - hingegeben
und voll Hingabe.

Dann nahm Er den Kelch mit Wein,
dankte abermals
und gab ihn an die Seinen mit den Worten:
Nehmt und trinkt!
Das ist der Kelch des neuen, ewigen Bundes.
Mein Blut wird vergossen
ein für allemal.
Zur Vergebung der Schuld.
Für alle Zeit
und alle Menschen.

Ihr sollt dies feiern.
Feiert es in meinem Andenken!

Sooft wir essen von diesem Brot und trinken aus diesem Kelch,
erfahren und bezeugen wir
das Geheimnis unseres Glaubens:

Deinen Tod, o Herr, verkünden wir,
Deine Auferstehung preisen wir,
bis Du wiederkommst in Herrlichkeit.

HALLELUJA

Stärker als der Tod
ist Deine Liebe, guter Gott.
In diesem Vertrauen bitten wir:
Deine hl. Geistwirklichkeit komme auf diese Gaben herab,
auf dieses Brot und diesen Wein.
Damit in den friedvollen
und kostbaren Zeichen
Jesus Christus selbst unter uns gegenwärtig werde.
Segne Gott, Du selbst unser Tun.

Segen erbitten wir für alle Frauen und Männer,
die apostolischen Dienst verantworten,
Segen allen Menschen,
aller Schöpfung,
aller Zeit.
In Deine Hand gelegt ist alles,
was war, ist und wird.

Durch Ihn und mit Ihm und in Ihm
ist Dir, Gott, allmachend Ewiger
in der Gemeinschaft der Hl. Ruach
alle Herrlichkeit und Ehre und alles Leben
jetzt und in Ewigkeit.
Amen

SCHALOM

 

Vater Unser

Das Brot, das wir mit Christus gebrochen haben,
gibt uns Anteil an Seinem Leib
und der Kelch, den wir segnen
gibt uns Anteil an Seinem Blut.

Ein Leib sind wir alle,
denn wir teilen das eine Brot
und trinken aus dem einen Kelch.

So lasst uns gemeinsam essen und trinken, wie Christus uns aufgetragen hat.
Kommt, es ist alles bereitet ...

 

Eucharistiegebet II
(von Irmgard Moldaschl)

Wenn wir nun das Geheimnis der VerWandlung mit Brot und Wein feiern, wollen wir uns daran erinnern, was uns Jesus zugesagt hat: Wo zwei oder drei in meinem Namen beisammen sind, bin ich mitten unter ihnen.
Diese Gewißheit wollen wir bekräftigen, indem wir singen:

Lied: Wo zwei oder drei....

Dank:
Gott, es gibt soviel zu danken. Immer wieder werden wir zu Staunenden, werden wir überrascht, entdecken wir Neues - an uns, an anderen, an dir. Wir erfahren unser Leben als Geschenk, und werden oft ganz still vor Staunen und Dank.
Manchmal aber ist eine andere Stille in uns, wir verstummen, sind verzweifelt, allein, enttäuscht. Wofür könnten wir dankbar sein ?
Es kann gut tun, wenn da jemand ist, der unsere Stille teilt. Vielleicht kann darin wieder Dank wachsen

Halten wir Stille - bringen wir stillen Dank - in Freude und Staunen
oder auch in und trotz allem Schweren

Lied: Ich will dir danken, weil du meinen Namen kennst, Gott meines Lebens.
(Melodie: Schweige und höre)

In unseren Gaben haben wir uns selbst, unser ganzes Leben und Sein vor dich hingebracht. Oft scheint es uns bruchstückhaft, unfertig manchmal auch mißlungen oder nur ein Teil des Ganzen zu sein - so wie unsere Masken hier - , doch wir bringen alles, was zu uns gehört.
Du, Gott, bist der Urgrund unseres Seins und wir vertrauen darauf:
So wie du die Gaben von Brot und Wein segnest, dass sie uns zu Leib und Blut deines Sohnes Jesus werden und uns Anteil an seinem Sein, seinem Leben schenkst,
so segnest du uns in all unseren Facetten - auch in unserem Unfertig sein, in unserem Geteilt sein, selbst in unserem Scheitern; überall leuchtest du durch und verwandelst uns, dass wir in uns in unserem ganzen Sein annehmen können und Frieden finden.

Lied: Segne die Gaben, die du uns bereitet hast, schenke uns Frieden.
(Gemeinsame Geste: Hände zeigen zu den Gaben)

Wir danken dir für Jesus, unseren Bruder, der uns durch das Geschenk seines Lebens, seines Todes und seiner Auferstehung vorgelebt hat, was das Geheimnis der VerWandlung bedeutet.
Lesen wir gemeinsam, wie uns der Apostel Paulus von diesem Geheimnis berichtet:

Einsetzungsbericht - alle:

" In der Nacht, in der Jesus ausgeliefert wurde, nahm Jesus das Brot, sagte Dank dafür, brach es in Stücke und sagte: Das ist mein Leib, der für Euch hingegeben wird.
Tut dies zur Erinnerung an mich. Ebenso nahm er nach dem Essen den Becher und sagte: Dieser Becher ist der neue Bund Gottes, der mit meinem Blute besiegelt wird. Sooft ihr daraus trinkt, tut es zur Erinnerung an mich."

Wir leben nicht aus uns und für uns allein. Jesus hat uns das ganz deutlich gemacht.
Durch ihn leben wir im neuen Bund, in neuer Verbindung mit Gott. Du, Gott, bist stets mit uns, in uns. Täglich neu kann das Wunder der VerWandlung geschehen, denn du willst, dass unser Leben gelingt.
Wir leben nicht für uns allein. Wir leben in Beziehung-en zu anderen Menschen, haben Aufgaben in der Gemeinschaft.
Wir bitten dich, dass es uns gelingt unsere Auf-gaben anzunehmen als Gaben, und sie so zu gestalten, dass wir einander in deinem Geiste und deiner Liebe dienen.

Lied: Dienet einander, jeder mit der Gabe, die er empfangen.

Beziehungen gehen auch zu Ende, manchmal durch Scheitern, manchmal durch den Tod. Aber sie gehen letztlich nicht verloren, denn du, Gott, bist der Urgrund unseres Seins, von dir geht alles aus, auf dich führt alles hin.
Wir vertrauen dir alle Menschen an, deren Beziehungen abgebrochen sind.

Wir dürfen darauf vertrauen, dass wir alle ganz in deine Gegenwart hineingenommen sind, dass du das Leben jedes Menschen immer schon erfüllt hast und für immer erfüllen willst, denn du bist uns Ursprung, Sein und Ziel.
Amen.

Lied: Ich will dich preisen, weil du mich beim Namen rufst, du Gott des Lebens.

Hochgebet

Wir singen zwischen den einzelnen Abschnitten des Hochgebetes
nach der Melodie von "Schweige und höre"

Lied: Ich will dir danken, weil du meinen Namen kennst, Gott meines Lebens.

Lied: Segne die Gaben, die du uns bereitet hast, schenke uns Frieden.
(Gemeinsame Geste: Hände zeigen zu den Gaben)

Einsetzungsbericht - alle:
" In der Nacht, in der Jesus ausgeliefert wurde, nahm Jesus das Brot, sagte Dank dafür, brach es in Stücke und sagte: Das ist mein Leib, der für Euch hingegeben wird.
Tut dies zur Erinnerung an mich. Ebenso nahm er nach dem Essen den Becher und sagte: Dieser Becher ist der neue Bund Gottes, der mit meinem Blute besiegelt wird. Sooft ihr daraus trinkt, tut es zur Erinnerung an mich."

Lied: Dienet einander, jeder mit der Gabe, die er empfangen.

Lied: Ich will dich preisen, weil du mich beim Namen rufst, du Gott des Lebens.

Hochgebet

Wir singen zwischen den einzelnen Abschnitten des Hochgebetes
nach der Melodie von " Schweige und höre"

Lied: Ich will dir danken, weil du meinen Namen kennst, Gott meines Lebens.

Lied: Segne die Gaben, die du uns bereitet hast, schenke uns Frieden.
(Gemeinsame Geste: Hände zeigen zu den Gaben)

Einsetzungsbericht - alle:
" In der Nacht, in der Jesus ausgeliefert wurde, nahm Jesus das Brot, sagte Dank dafür, brach es in Stücke und sagte: Das ist mein Leib, der für Euch hingegeben wird.
Tut dies zur Erinnerung an mich. Ebenso nahm er nach dem Essen den Becher und sagte: Dieser Becher ist der neue Bund Gottes, der mit meinem Blute besiegelt wird. Sooft ihr daraus trinkt, tut es zur Erinnerung an mich."

Lied: Dienet einander, jeder mit der Gabe, die er empfangen.

Lied: Ich will dich preisen, weil du mich beim Namen rufst, du Gott des Lebens.

Eucharistiegebet III
(von meiner Priesterinweihe)

Ja wir stehen vor Dir
mit dankbarem Staunen, Schöpfer des Alls.
Du hast auch unser wohnliches Gestirn
ins Dasein gerufen: die Erde.
In ihrer Fruchtbarkeit und in der Vielfalt der Geschöpfe
spüren wir Deine mütterliche Sorge,
lange bevor unsere Unruhe und unser Wollen
eingreifen konnten.

Besonders nahe aber wurdest Du uns
in Deinem Sohn Jesus.
Er erfuhr Dich nicht als Gott der Vergeltung und Willkür,
sondern als liebendes Du,
dem wir mit Zuneigung und Vertrauen antworten dürfen.

In solchem Vertrauen bitten wir Dich:
Dein Heiliger Geist komme auf unsere Gaben herab,
auf das Brot und den Wein,
damit in diesen friedlichen Zeichen
Jesus Christus unter uns gegenwärtig werde.

Denn Er nahm am Abend vor Seinem Leiden
beim Mahl das Brot, sagte Dir Dank,
brach es, reichte es den Seinen und sprach:
Nehmt und eßt: Das ist mein Leib,
der für euch hingegeben wird.

Ebenso nahm Er nach dem Mahl den Kelch,
dankte Dir abermals
und reichte ihn den Seinen mit den Worten:
Nehmt und trinkt: Das ist der Kelch des neuen und ewigen Bundes,
mein Blut, das für euch und für alle vergossen wird
zur Vergebung der Sünden.
Tut dies, sooft ihr es tut, zu meinem Gedächtnis!

Sooft wir essen von diesem Brot
und trinken aus diesem Kelch,
erfahren und bezeugen wir
das Geheimnis unseres Glauben!

Christus ist gestorben,
Christus ist erstanden,
Christus wird wiederkommen.

Bis Er wiederkommt, feiern wir, Gott,
das Gedächtnis Deines Sohnes.
Er nannte uns alle Schwestern und Brüder.
In Seiner Empfindsamkeit für das Schwache
und in Seinem Einsatz für die Rechtlosen
verschmolzen die alten Rollen von Frau und Mann
zu einer einigenden Kraft: der Liebe.
Auf Unrecht antwortet Er mit Vergebung,
auf Krankheit mit Heilung,
auf Verzweiflung mit Hoffnung,
auf Spott mit Würde.

Erfülle uns alle mit Seinem Geist:
die ganze Kirche,
die vielen unterschiedlichen Menschen,
die in ihr Verantwortung tragen,
und alle, die besonders den Geist der Versöhnung brauchen.

Dieses Mahl bestärkt uns. Es verbindet uns mit allen,
die Zeugen waren für das Kommen Deines Reiches,
mit Maria, Seiner Mutter,
mit Mirjam von Magdala, der Liebenden,
mit allen Frauen und Männern,
die sich gesandt wußten, die Apostel waren,
mit Teresa, der visionären Frau,
mit Hildegard, der heilkundigen Frau,
mit Amalia, der standhaften Frau.

Vor Dir leben alle Märtyrinnen und Märtyrer und alle,
die Opfer von Irrwahn und Herrschsucht wurden.
Laß auch uns die Zukunft Deines Reiches erleben,
nicht weil wir es durch unsere Leistungen erkaufen könnten,
sondern weil Du langmütig bist und groß im Vergeben.

Darum bitten wir Dich durch Christus,
den Mittler allen Heils.
Und so beten wir gemeinsam:

Durch Ihn und mit Ihm und in Ihm
wird Dir dargebracht, Gott, allmächtiger Vater,
in der Gemeinschaft des Heiligen Geistes
alle Herrlichkeit und Ehre, jetzt und in Ewigkeit.
Amen.

Das Brot, das wir brechen, gibt uns Anteil am Leib des Herrn,
und der Kelch, den wir segnen, gibt uns Anteil am Blut des Herrn.

Ein Leib sind wir alle, denn wir teilen das eine Brot und genießen aus dem einen Kelch.